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Homestudio

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Nagelstudio, Behörden & Richtlinien

" mimi20de, 10.12.2011 18:32.

mimi20de

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Hallo,
ich bin ganz neu hier und moechte mich erstmal vorstellen:
Ich heisse Michaela und bin seit gestern 32 Jahre, verheiratet und habe 2 Jungs, 6 und 9.
Ich habe fast 3 Jahre in USA gelebt und dort einen Home Course zur Nageltante gemacht. Ich habe ein Certificate in Acryl und in Gel.
Nun sind wir wieder in Deutschland ansaessig geworden und ich spiele schon laenger mit dem Gedanken ein Homestudio zu eroeffnen. Ich habe mich hier im Forum schon eingelesen und weiss, das es relativ einfach ist eine Gewerbeschein zu bekommen.
Zu meiner Situation: Wir wohnen in einem Mischgebiet und das Haus, in dem ich das Studio eroffnen moechte, gehoert uns selber. Ich habe ein Zimmer im Erdgeschoss und ein Gaestebad. Ich bin bei meinem Mann mit familienversichert und wuerde das auch gerne bleiben, da ich gelesen habe, das es dann sich nicht lohnt...
Die Grundausstattung besitze ich bereits und eigentlich koennte es losgehen, aber ich bin etwas abgeschreckt von den Forenbeitraegen.
Zunaechst wuerde ich gerne an meinen Freundinnen ueben, da mir noch die Erfahrung fehlt und wenn es dann laeuft, selbststaendig machen.

Ist das Ueben an Freundinnen schwarzarbeit? Wenn sie mir in mein Sparschwein das Geld fuers Material stecken?
Ist ein Nebengewerbe sinnvoller?
Sollte mein Mann ein Gewerbe angeben und mich einstellen?

Sorry fuer den komischen Beitrag :dumm: und das es so lange geworden ist, mich wuerde interessieren, wie ihr es macht.
Einen schoenen Abend und schon einmal Danke fuer die Antworten.

10.12.2011 18:32 • #1


jeanny33

jeanny33

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...also ich würde dir erst einmal ein Nebengewerbe empfehlen, damit mußt du noch kein Geld ans Finanzamt abgeben, wenn du unter 18.000 € bleibst.
Sobald du Geld für deine Dienstleistung nimmst, ohne Anmeldung beim Gewerbeamt, wäre es Schwarzarbeit. Ist leider so. :wink:

10.12.2011 19:06 • x 1 #2


mymaus

mymaus

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huhu mimi...erstmal herzlich willkommen hier bei uns im forum und auch wb in deutscheland :lol:
sobald du geld nimmst zählt es unter schwarzarbeit...meld doch lieber ein nebengewerbe an - dann bist du auf der sicheren seite

10.12.2011 19:08 • x 1 #3


Tina78

Tina78

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Würde auch erstmal so üben, leider ohne Materialgeld, wgen Schwarzarbeit.
Wenn du es dann drauf hast, meldest ein Kleingewerbe an, sparst dir dadurch die Steuer.
Frag dich aber vorher durch die Behörden, denn wir mussten einen Bauantrag stellen. Obwohl auch bei uns es das eigene haus ist und wir nicht umbauen mussten.
Der Bauantrag ist für die Parkplätze, die du nachweisen musst.
Pro abgeschlossenen Wohnung ein Stellplatz, plus die Menge die du an Kundinnen gleichzeitig erwartest, is jameist nur eine.
Bei uns waren es so mit 3 Stellplätze, die nicht hintereinander sein dürfen, also musste noch ne Genemigung vom Nachbar her, das wir seinen mit benutzen durften. Das ganze muss nen Architekt in nem Liegenschaftsplan einzeichnen und abstempeln.
Du siehst, es ist einfach ein Gewerbe anzumelden, da du keine Meisterbrief oder solche sachen brauchst, aber es kann drumrum doch kompliziert werden.
Aber fragen kostet ja zum Glück noch nichts und die Leute vom Gewerbeamt helfen dir da bestimmt gerne.

10.12.2011 19:12 • x 1 #4


mimi20de


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Danke für Euere Antwort. Was sind die Konsequenzen eines nebengewerbes? Ich bin ja 'nur' Hausfrau. Da kommt ja GEZ, Krankenversicherung, sonstige Versicherungen und alles dazu, oder lieg ich falsch?
Ich kann doch zum üben kein Gewerbe anmelden... Wie habt ihr das gemacht?
Danke...

10.12.2011 19:14 • #5


Tina78

Tina78

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Üben musst du wohl oder übel auf eigene Kosten.
Nebengewerbe kanste ja nur anmelden, wenn du arbeitest, du meldest wenn dasnn ein Kleingewerbe an.
da müßtest du dich durch die Krankenkassen und so fragen, ob du über deinen Mann versichert bist.
GEZ und Gema brauchst nur, wenn du nen Radio im Studio hast, also lass es einfachw eg.
Versicherung brauchst ne Gewerbehaftpflicht, kostet bei meiner 30€ alle 3 Monate und ist sogar noch mein Privates mit drinnen.
Am besten machste echt nen termin mit deinem Versicherungsfutzi und deiner Krankenkasse.

Ich weiß jetzt nicht, wie es ist, wenn deine Übunfopfer dir Gel mitbringen, ob das auch unter Schwarzarbeit fällt. also im Prinzip in Naturalien bezahlen lassen.
Bin mir da aber absolut nicht sicher, vieleicht weiß das ja wer anderes.

10.12.2011 19:19 • x 1 #6


mimi20de


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In meinem Kopf ist es nur am surren. Meine größte Angst ist, das ich durch die Bürokratie ( Parkplatz, Ämter und so) soviel Steine in den weg gelegt bekomme, das ich mich verschulde und somit die Existenz meiner Familie gefährde.
Klengewerbe meinst du? Ich werde mir mal einen Schlachtplan machen.
Die GEZ legt es dann wahrscheinlich so aus, das wenn in der Küche der Radio läuft und ich es in meinem Zimmer höre, das ich trotzdem GEZ bezahlen muss.
Gibt es Bücher, die ich mir zu Gemüte führen sollte?
Habt ihr Tips für mich?

10.12.2011 19:27 • #7


Tina78

Tina78

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Dann lass das Radio aus. Aber die können dir nur dann ein Radio berechnen, wenn es im Studio steht, für das andere zahlst du ja privat.
Das hört sich nach vielen Steinen an, sind es aber gar net.
man muss sich nur vorher erkundigen und für Fragen nehmen die Ämter und Behören und Versicherungen und Kassen kein geld.
Verschulden wirste dich nur, wenn du da blauäugig rangehst ohne dich vorher zu informieren.
Lies dir hier schonmal die ganzen Themen zur eröffnung durch, da lernst schon ne menge.

10.12.2011 19:35 • x 1 #8


Sabsi

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Die von Jeanny oben genannten 18.000,-- (genau sind es 17.500,--) gelten nur für die Umsatzsteuer..... der Freibetrag der Einkommensteuer welche man am Jahresende macht ist wesentlich niedriger und es kann durchaus sein, dass Du durch das Gewerbe (Nebengewerbe)trotzdem eine saftige Steuernachzahlung hast.

Bei der Krankenkasse liegen die Freibeträge bei etwa 360,-- wo du dazu verdienen darfst ohne etwas drauf- oder dazu zahlen musst.

Geld welches Du annimmst.... auch wenn dieses ins Sparschwein gesteckt wird .... fällt unter Schwarzarbeit, denn genau gesehen müsstest Du dieses auch als Nebeneinkommen versteuern.

Die Idee, dass Dein Mann das Gewerbe anmeldet ist soweit schon ok, dann aber kommt noch die Berufsgenossenschaft dazu, weil er mit einer Angestellten arbeitet (in diesem Fall DU).

Bauamt wurde bereits angesprochen.... die Nutzungsänderung des Wohnraums welches Du für s Studio nimmst, muss eingetragen werden.

Bei der Krankenkasse anrufen wie hoch die Freigrenze ist.

Eine Berufshaftpflicht abschliessen musst du in jedem Fall.

Und die Produkte welche Du vielleicht noch aus den USA hast, darfst Du nur an Dir selber verwenden, denn diese unterliegen meistens nicht der deutschen KVO und dürfen somit an Kunden nicht verarbeitet werden.

11.12.2011 02:31 • #9











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