Jemand hier Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

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" strawberrysmoothie, 09.08.2021 12:01.
strawberrysmoothie

strawberrysmooth.

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hey ;) bei mir ist es so, dass ich im Grunde genommen, schon recht offen für diverse heilmethoden bin, bisher habe ich allerdings noch nicht wirklich viel ausprobiert. also die klassische medizin, ja, das natürlich schon und sonst halt noch pflanzliche präparate. beides hat mir geholfen, keine frage. allerdings habe ich das gefühl, homöopathie ist irgendwie in aller munde, aber ich selbst habe eigentlich noch nie damit zu tun gehabt. dabei ist das thema total spannend. ich habe gelesen, dass die verschiedenen mittel ja die selbstheilung anregen sollen. wie das genau funktioniert, habe ich noch nicht herausgefunden, bin aber neugierig geworden. persönliche erfahrungen würden mich besonders interessieren. vielleicht möchte ja jemand berichten :) danke schon mal für antworten ;)

09.08.2021 12:01 • #1


Ginger

Ginger

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Ich persönlich halte von Homöopathie überhaupt nichts.
Warum? Weil es eben nicht wirkt bzw nicht wirken kann.
Was soll wirken? Kleine Kügelchen, dir nur Zucker enthalten?! :lol:
Die Zulassung für solche Produkte ist (leider!) sehr einfach: es reicht, wenn sie gesundheitlich unbedenklich sind, aber eine Wirkung laut klinischen Studien muss nicht vorhanden sein!
Ausserdem gibt es echt einfach keine Studie, die irgendeine Wirksamkeit (die über den Placebo-Effekt hinausgeht) nachweisen kann!

Ich meine, wer will, soll sein Geld für sowas raushauen. Ich esse dann lieber TicTac und rede mir ein, dass es ganz sicher hilft :mrgreen:

Natürlich darf man den Placeco-Effekt nicht unterschätzen, aber ich finde das ehrlich gesagt etwas schwierig...
Durch solche Produkte, und besonders, wenn Ärzte sie auch noch empfehlen, wird den Menschen vermittelt, dass sie helfen - was sie aber eben nicht tun, siehe oben.

Aber wie gesagt, das muss jeder selber wissen. Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge und wer meint, damit irgendwas heilen und sich beser fühlen zu können, bitte. Wenn aber wirklich eine "ernsthafte" Erkrankung vorliegt, würde ich auf sowas niemals vertrauen. Wenn man seinem Körper generell etwas Gutes tun möchte, ist man meiner Meinung nach mit Bewegung, Sport, gesunder Ernährung, Vermeidung von Rauchen und (zu viel) Alkohol auf jeden Fall deutlich besser bedient! :D

09.08.2021 12:44 • #2



Hallo strawberrysmoothie,

Jemand hier Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

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azzurra

azzurra

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Hey @strawberrysmoothie :-)
Finde ich cool dass du dich für das Thema interessierst! Es gibt ja so viele verschiedene Ansätze in der Medizin und unsere Körper sind so komplex und individuell, dass es nicht schaden kann, offen zu bleiben und auch Dinge auszuprobieren. Ich persönlich habe schon ein paar sehr gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht, im Rahmen von, naja ich nenne es mal kleinere Wehwehchen ;) Also Erkältung, Übelkeit, innere Unruhe, so in dem Department. Was nicht heißen soll, dass es nicht noch viel breitere Einsatzzwecke für Homöopathie gibt, aber es kommt halt sehr auf die akute Situation an und vor allem auf die ärztliche Anamnese. Die Ärztin meines Vertrauens hat eine normale medizinische Ausbildung und hat sich dann aber auf verschiedenste alternative/komplementäre Methoden und Therapien spezialisiert. Finde das sehr wichtig, dass man sich da jemanden sucht der die verschiedenen Ansätze auch kompetent miteinander verknüpfen kann und zu dem man vor allem einen guten Draht hat. Vertrauen finde ich enorm wichtig!

Zur Homöopathie grundsätzlich: Du kannst ja mal ein bisschen recherchieren zum Ähnlichkeitsprinzip und zur Potenzierung, das ist echt spannend, wenn man sich das mal genauer ansieht.
Generell sind die Arzneien ganz individuell auf dich abgestimmt und dann eben auch nur für dich konkret eine Hilfe. Angenommen wir beiden gehen mit Magen-Darm-Beschwerden zum normalen Arzt, bekommen wir dieselben Medikamente. Gehen wir beide zum Homöopathen, bekommt jeder etwas individuelles. Also entweder eine komplett andere Arznei, eine andere Potenz oder aber mehrere verschiedene Mittel. Je nach Situation, Krankengeschichte usw. Deshalb ist in der Homöopathie ja die Anamnese auch so wichtig.
Natürlich gibt es in der Apotheke auch Komplexmittel, die für gängige Beschwerden verwendet werden können.

19.08.2021 16:21 • #3


strawberrysmoothie

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Zitat von azzurra:
Hey :-)
Ich persönlich habe schon ein paar sehr gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht, im Rahmen von, naja ich nenne es mal kleinere Wehwehchen ;) Also Erkältung, Übelkeit, innere Unruhe, so in dem Department. Was nicht heißen soll, dass es nicht noch viel breitere Einsatzzwecke für Homöopathie gibt, aber es kommt halt sehr auf die akute Situation an und vor allem auf die ärztliche Anamnese. Die Ärztin meines Vertrauens hat eine normale medizinische Ausbildung und hat sich dann aber auf verschiedenste alternative/komplementäre Methoden und Therapien spezialisiert. Finde das sehr wichtig, dass man sich da jemanden sucht der die verschiedenen Ansätze auch kompetent miteinander verknüpfen kann und zu dem man vor allem einen guten Draht hat. Vertrauen finde ich enorm wichtig!

Zur Homöopathie grundsätzlich: Du kannst ja mal ein bisschen recherchieren zum Ähnlichkeitsprinzip und zur Potenzierung, das ist echt spannend, wenn man sich das mal genauer ansieht.
Generell sind die Arzneien ganz individuell auf dich abgestimmt und dann eben auch nur für dich konkret eine Hilfe. Angenommen wir beiden gehen mit Magen-Darm-Beschwerden zum normalen Arzt, bekommen wir dieselben Medikamente. Gehen wir beide zum Homöopathen, bekommt jeder etwas individuelles. Also entweder eine komplett andere Arznei, eine andere Potenz oder aber mehrere verschiedene Mittel. Je nach Situation, Krankengeschichte usw. Deshalb ist in der Homöopathie ja die Anamnese auch so wichtig.
Natürlich gibt es in der Apotheke auch Komplexmittel, die für gängige Beschwerden verwendet werden können.


hi, danke für die erklärung! richtig genau und aufschlussreich! also deine ärztin ist sozusagen auch homöopathin, verstehe ich das richtig? so wird sie dann wahrscheinlich gut abschätzen können wann welche methode bei den beschwerden am passendsten ist. wie sieht denn da die anamnese so ungefähr aus, also fragt sie dann alles mögliche und läuft jede untersuchung dann so ab? mich würde auch interessieren, wonach dann das mittel ausgesucht wird... hab jetzt mal nach dem ähnlichkeitsprinzip gegoogelt, das sieht tatsächlich spannend aus. also wird da quasi der körper gereizt, damit er selbst dagegen arbeitet!

Zitat von Ginger:
Ich persönlich halte von Homöopathie überhaupt nichts.
Wenn aber wirklich eine "ernsthafte" Erkrankung vorliegt, würde ich auf sowas niemals vertrauen. Wenn man seinem Körper generell etwas Gutes tun möchte, ist man meiner Meinung nach mit Bewegung, Sport, gesunder Ernährung, Vermeidung von Rauchen und (zu viel) Alkohol auf jeden Fall deutlich besser bedient! :D


ja, auf jeden fall sollte sich nicht nur auf eine methode verlassen werden, da gebe ich dir recht. bei einer krebserkrankung werden globuli alleine wohl nichts ausrichten. allerdings habe ich irgendwann mal darüber gelesen, dass globuli bei den nebenwirkungen der chemotherapie eingesetzt werden und dass es da tatsächlich besserungen gab. das hat mich dann schon irgendwie positiv gegenüber der homöopathie gestimmt. weils halt irgendwie nicht als der eine weg propagiert wird, sondern komplementär verwendet wird. und dem körper kann man ja trotzdem immer etwas gutes tun mit bewegung, ernährung und anderen gesunden lebensweisen. das sollte ja auch kein ersatz dafür sein, so war meine frage nicht gemeint. :)

31.08.2021 10:49 • #4


NCS

NCS

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Ich finde Homöopathie ist eine gute Ergänzung zu klassischen Behandlung. Manchmal kommt sie sogar weiter, wo die klassische Medizin am Ende ist, da sie den Körper im ganzen und jeden Menschen individuell betrachtet.
Naturheilkunde steht und fällt aber auch mit dem Homöopathen.
Meine Familie ist Jahrzehnte zu einem, leider mittlerweile verstorbenen, Homöopaten gegangen, der ursprünglich Chirurg war. Durch den Verlust eines Armes konnte er den Beruf nicht mehr ausüben und hat sich der Naturheilkunde gewidmet. Dieser Arzt war klasse. Dort gab es, genau wie azzura gesagt hat, nichts von der Stange. Er hat für jeden die Rezeptur der Mittel individuell aufgeschrieben und die Apotheke hat diese so gemischt. Wenn er in der Homöopathie keine Chance sah, hat er dies auch gesagt und ggf. auch klassische Medikamente verschrieben. Damit hat er einigen aus unserer Familie geholfen, wo die Schulmedizin jahrelang dran rum gedoktert hat. Zur Diagnostik hat er immer ein ausgiebiges Gespräch geführt und anschließend eine Irisdiagnostik vorgenommen. Anhand der Zacken und Verfärbungen in der Iris kann man wohl ablesen, was im Körper los ist. Wenn nötig wurde auch eine klassische Blutabnahme gemacht und ins Labor geschickt.
Ich hab, als ich älter war, einige Heilpraktiker ausprobiert, aber nie wieder jemanden gefunden, der so ein umfassendes Wissen hatte und keine Mittelchen von der Stange empfohlen hat.
Von Wünschelruten, Pendeln und elektrischen Scannern zur Diagnostik halte ich nicht viel, ist mir aber leider, bis auf einmal, immer begegnet.

31.08.2021 11:33 • #5


azzurra

azzurra

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Naturheilkunde und Homöopathie sind eigentlich zwei unterschiedliche Ansätze @NCS Naturheilkunde meint in erster Linie die Phytotherapie, also pflanzliche Heilmittel. In der Homöopathie wird zwar teilweise auch auf pflanzliche Inhaltsstoffe zurückgegriffen, der Ansatz ist aber ein anderer. Hat dein Arzt also eine Zusatzausbildung in Homöopathie? Oder fokussiert er sich auf Phytotherapie? Oder beides? Ich finde es ja immer toll wenn Ärzte so ein breites Spektrum an Themen haben in denen sie sich auskennen, da können dann verschiedene Welten miteinander verknüpft werden.

@strawberrysmoothie Genau, meine Ärztin ist eine Allgemeinmedizinerin die ergänzend eine Zusatzausbildung in Homöopathie hat. In Österreich dauert die nochmal 3 Jahre und unterliegt dem Ärztegesetz. Und die Anamnese kann je nach Beschwerden unterschiedlich aussehen, meine Ärztin geht da meist auf die akuten und vergangene Beschwerden und Krankheiten ein, auf Sorgen, Ängste, Krankengeschichte der Familie, das soziale Umfeld, die eigene Lebensgeschichteund eben je nach Beschwerden dann auch körperliche Untersuchung. Von der Irisdiagnostik habe ich auch schon gehört, mit dem Pendel kam mir meine Ärztin allerdings zum Glück noch nie :D

06.09.2021 10:19 • #6


strawberrysmoothie

strawberrysmooth.


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@NCS ja, ich sehe das auch so. homöopathie ist eine gute ergänzung und ich gebe dir recht, die behandelnde fachperson ist natürlich auch ausschlaggebend für die wirksamkeit. eine ordentliche untersuchung und einschätzung spielt dabei eine große rolle. wie du das beschreibst, von eurem ehemaligen homöopathen, ist es natürlich auch wichtig, dass die person abwägen kann, ab wann die homöopathie oder pflanzenheilkunde an ihre grenzen kommt und mit konventioneller medizin weiter behandelt werden muss. ein schönes zusammenspiel ist da sicherlich zielführend.
@azzurra danke für die erklärung der unterschiede von homöopathie und pflanzenheilkunde. mir ist aufgefallen, dass das viele leute unabsichtlich als ein und das selbe sehen, doch das ist es eben nicht. Interessant, wie so eine anamnese abläuft und ich finde es spannend, dass der körper ganzheitlich betrachtet wird. das scheint mir sinnvoll zu sein um längerfristig damit zu arbeiten. bei welchen beschwerden hast du denn bereits homöopathie angewendet?

07.09.2021 10:20 • #7


azzurra

azzurra

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Sorry @strawberrysmoothie war jetzt länger nicht mehr online.
Es stimmt dass viele leute das synonym verwenden und ich glaube auch dass das mitunter problematisch sein kann. Vor allem wenn man dann eben mit jedem drüber spricht und irgendwie unabsichtlich von zwei unterschiedlichen therapie-ansätzen spricht, weil man in der wortwahl nicht aufpasst.

Zu deiner frage: ich habe homöopathie bereits bei sehr vielen beschwerden angewendet, das ging von reiseübelkeit über erkältungen bis hin zu einem lästigen hautausschlag den ich mal hatte. Oft verwende ich da so vorgefertigte arzneien aus der apotheke, so genannte komplexmittel. Bei dem erwähnten ausschlag war ich aber eben bei meiner ärztin weil ich unsicher war wo der herkam. Bei sowas zahlt sich die individuelle anamnese dann auch unbedingt aus, weil dann ein oder mehrere einzelarzneien genau auf dich zugeschnitten empfohlen werden können. bzw. dass eben auch erkannt werden kann, ob die homöopathie bei deinem krankheitsbild vielleicht auch an ihre grenzen stößt.

Vor 46 Minuten • #8



Hallo strawberrysmoothie,

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