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wie bringt ihr Beruf und Kind unter einem Hut?

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Eltern & Familie

" Mia2401, 05.10.2013 20:34.

Mia2401

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Mich würde es mal interessieren, wie ihr das mit eurem Job und Kind(ern) unter einem Hut bringt. Ich bin nämlich noch auf der Suche, nach dem Perfekten Weg, ohne meine Tochter immer nur abgeben zu müssen.

05.10.2013 20:34 • #1


Büttnersche

Büttnersche

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Das kommt natürlich darauf an, was du arbeitest. Wenn du z.B. freiberuflich zuhause arbeiten kannst, kannst du dir Kinderzeit und Arbeitszeit besser einteilen als jemand, der angestellt ist. Ich persönlich denke, dass berufstätig zu sein und Kinder zu haben immer auch eine ausserhäusige Betreuung erfordert. Wenn die aber qualitativ hoch ist und alle Beteiligten sich wohl fühlen, spricht nichts dagegen. Und mal abgesehen davon, dass sich heutzutage kaum noch einer den Luxus nur eines Einkommens leisten kann, habe ich auch den Wunsch zu arbeiten. Für mich ist Berufstätigkeit eine Selbstverständlich keit, auch und grade als Mutter.
Ich selbst arbeite 32h/Woche im Schichtdienst inkl. Wochenende und die Kinder gehen in die Kita. Das Bringen und Holen teilen der Papa und ich einigermassen gerecht auf. Meist halt ich mir Wochenenden frei, sag aber auch nicht "nein", wenn ich mal einspringen muss.
Hier kommen viele Faktoren zum Tragen: wie flexibel ist der Arbeitgeber, wie flexibel ist man selbst, welchen Anspruch hat man an sich selbst als Mutter und im Beruf, was hat Priorität, wie alt sind die Kinder usw. Eng wird's natürlich, wenn die Kinder mal krank werden.
Ich persönlich hab die Erfahrung gemacht, dass es viel Organisation und Flexibilität, Spontanität und ein Netzwerk an verlässlichen Betreuungspersonen erfordert, wenn man Familie und Beruf unter einen Hut bringen möchte. Und meine Priorität liegt deutlich bei meiner Familie, auch wenn ich meinen Beruf liebe. Ein schlechtes Gewissen habe ich auch gelegentlich, aber eher meinem Arbeitgeber gegenüber :P

Achso: den "Perfekten Weg" gibt es doch gar nicht, jeder lebt sein eigenes Modell und wo für die eine Mutter eine Kitabetreuung selbstverständlich ist, kann eine Andere sich gar nicht vorstellen, das Kind fremdbetreuen zu lassen, bevor es nicht mindestens 3 Jahre alt ist.

05.10.2013 21:12 • x 1 #2


Mia2401


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Das mit der Kitabetreuung kann ich nur bestätigen. Leider wird hier einem echt ein schlechtes Gewissen gemacht, weil meine kleine Tochter sehr wahrscheinlich schon mit 9 Monaten in die Kita gehen wird, damit ich wieder arbeiten gehen kann. Ich möchte meiner Tochter und evtl. meinem zweiten Kind (was irgendwann folgen wird) etwas bieten können und das geht nur wenn man hier in Deutschland nur arbeitet.
Ich denke, dass ich ab Januar wieder 2,5 Tage in der Woche von 8 Uhr Morgens bis 7Uhr Abends und ein Wochenende im Monat wieder arbeiten gehen werde. Leider kann ich über der Mittagszeit (2 Stunden Pause) nicht nach Hause fahren, da es zu weit ist. Somit müsste meine Tochter an den Tagen über Nachmittag zur Oma. Ich hoffe nur, dass meine Tochter mir das nice übel nimmt. Ansonsten bin ich sehr flexibel, da wir ein sehr großes Zuhause haben und ich das Nageldesign von zuhause aus machen kann.

Ich hoffe ich finde für mich noch die perfekte Lösung. Aber vielen Dank.

05.10.2013 21:31 • #3


Büttnersche

Büttnersche

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Lass dir bloß nix einreden! Leider ist das in den alten Bundesländern noch ein großes Thema. Hab selbst Freundschaften dort und die erzählen manchmal Geschichten über dieses Thema, da frage ich mich, in welcher Zeit wir eigentlich leben. Mittagspause in der Kita? Als ich das zum ersten Mal hörte, bin ich ja vom Glauben abgefallen. :dumm:
Meine beiden Pupser sind auch mit knapp 11 Monaten in die Kita gekommen. Ja, ein kleines schlechtes Gewissen war auch dabei. Aber wir haben eine so super-duper Kita gefunden, da paßte einfach alles. Und nach einem Jahr Elternzeit wollte ich auch mal wieder was anderes machen als Mutterkram. Letzendlich war es dann auch ne finanzielle Frage, da ich sehr gut verdiene und dieses Geld dann einfach gefehlt hätte, wäre ich länger als ein Jahr zuhause geblieben.
Ich denke nicht, dass deine Kleine dir böse sein wird, wenn die Oma auf sie aufpaßt. Sie kennt sie doch, oder nicht? Und wenn die Oma dazu noch in der Lage ist und du auch keine Bedenken hast, ob sie es schafft, wird es schon klappen. Natürlich wird die Lütte etwas Gewöhnungszeit brauchen. Und dein schlechtes Gewissen wird sich auch regelmässig melden :wink: . Aber das gibt sich. Mit der Zeit spielt sich das alles ein. Und du gewinnst auch wieder ein Stück Unabhängigkeit und Selbstzufriedenheit dazu, bei mir war das auf jeden Fall so.
Aber du solltest auch immer nen Plan-B haben, falls mal die Oma ausfällt oder das Kind krank wird. Es ist sicher ganz gut, nen groben Plan zu haben, wie der Wiedereinstieg ablaufen soll, aber letzendlich mußt du auch einfach abwarten, wie es sich entwickelt und immer wieder schauen, ob du was ändern mußt.

05.10.2013 21:49 • x 1 #4


heavy

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ich war auch schon am überlegen, meine jüngste (15 monate) in den kindergarten zu stecken damit ich arbeiten kann. aber das ist vollkommener schwachsinn, weil ich dann lediglich dafür arbeiten würde, um meinen zwerg abzuschieben (unter zwei jahren kostet die betreuung ja doch ziemlich viel). das bringts nicht. zumal der kindergarten hier ganz bekloppte öffnungszeiten haben, weil die mütter überwiegend nicht arbeiten gehn und wenn, haben die oma und opa die ihre rente damit verbringen sich erneut um nachwuchs zu kümmern. würde ich persönlich meinen eltern niemals antun und wär auch gar nicht möglich, weil mein pa nicht in der lage ist dafür und meine ma noch schön 10 jahre arbeiten darf... davon abgesehen hab ich noch zwei weitere mädels wovon eine mittag nach der schule heim kommt und ich auch da sein muss.
da hab ich doch lieber die kleine maus noch 1 jahr daheim, verpasse nichts was noch kommt und gehe dann auch frühs für uns arbeiten als nur für den kindergarten.

06.10.2013 07:35 • #5


QueenBella

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Also als Waldorferzieherin und selber Mutter kann ich nur sagen, dass es prinzipiell für das Kind am Besten ist wenn es nicht vor 1 1/2 in eine Fremdbetreuung kommt.
Deswegen nehmen Waldorfkitas auch meist erst ab diesem Zeitpunkt die Kids auf.

Aber wenn es nicht anders geht, muss man sich auch nicht mit schlechtem Gewissen plagen, sondern lieber gut Zeit investieren um eine gute Betreuung zu finden.
Mitunter sind dann auch gute Tagesmütter die bessere Wahl, weil das einfach kleine Gruppen sind.

Das die Oma betreut darüber brauch man sich echt keine Gedanken machen.
Meiner geht seit er ein Jahr alt ist regelmäßig über mehrer Tage zu meinen Eltern, ich weiß er ist dort glücklich und ich bin es auch.
Er freut sich wenn er meine Mutter sieht mit ihr dann Zug und Auto fahren kann.
Außerdem Haus mit Garten in einer Kleinstadt ist dann doch etwas anderes als hier in Berlin.

Also wenn man sich dazu entscheidet dann lieber mit gutem Gewissen, das schlechte bringt einem gar nichts.
Das Ideal findet man nur im Lehrbuch.

06.10.2013 08:06 • #6


Kaninchenkind

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Hallo,
ich wünsche Euch erstmal viel Glück, dass ihr das Thema Kind und Beruf in Einklang bekommt.

Ich hatte das große Glück, dass ich bei meinen beiden Kindern nebenbei selbstständig arbeiten konnte.... habe auf Partys Kunststoffdosen vorgestellt.. :lol:

Somit musste ich keine Betreuung organisieren. Als meine Kleine dann 3 Jahre wurde habe ich sie in den Kindergarten gegeben. Sie wollte gerne schon früher, weil ja mein Großer schon dort gewesen ist... Ja.. nun habe ich am 1.10. wieder eine Festanstellung angenommen, allerdings nur Teilzeit 25 Stunden. Ich bringe die Kids um 8 Uhr in den KiGa, fahre dann knapp 10 Minuten zur Arbeit und beginne dort um 8.30 Uhr. Um 13.45 Uhr habe ich Feierabend und hole die Kids dann um 14 Uhr ab.
Mir war von Anfang an klar, dass ich einen Job brauche, bei dem ich die Kids auch tagsüber zu Gesicht bekomme.... Also Vollzeit kommt für mich gar nicht in Frage. Jetzt sind meine beiden fast 4 und 5,5 Jahre alt... und ich genieße wirklich jede Sekunde mit ihnen... wobei.. einige Sekunden auch eher nicht.. :evil: :mrgreen:
Für mich ist es so perfekt. Ich denke Du wirst auch für Dich den Weg finden, mit dem Du Dich wohl fühlen wirst! Viel Erfolg dabei!

LG
Nini

06.10.2013 09:24 • #7


laurie

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hallo,
also ich wollte auch gerne mehr Zeit bei meinem Sohn verbringen, als in der Arbeit. Allerdings wäre das in meinem alten Job nicht möglich gewesen. Nach längerem Suchen habe ich allerdings über eine Bekannte einen Job bekommen, wo ich meistens von Zuhause aus arbeiten kann, okay home office ist auch arbeit und heisst nicht, dass ich dann soviel Zeit für meinen Sohn habe, aber ich bin doch um ihn. Alle zwei Wochen gibt es ein Meeting in einem Büro,den Rest der Zeit kann ich mir frei einteilen.
Ich habe zum Beispiel begonnen den Kleinen nur vormittags für 3 Stunden in den Kindergarten zu bringen, so kann ich effektiv arbeiten und dann habe ich noch genügend Zeit. Ich muss allerdings sagen, dass mich mein Mann auch super unterstützt!

25.10.2013 12:58 • #8











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